Vallorbe – Valserhone – Yenne: Verhagelter Abschied aus dem Jura und der Schweiz

In Vallorbe legen wir unfreiwillig einen weiteren Ruhetag ein, da Lena einige Wehwehchen hat: Schmerzhafte Blase am Fuß, das Knie macht sich bemerkbar und der Magen zwickt… Leider ist auch am nächsten Tag noch nicht alles Bestens, aber wir gehen langsam weiter. Die Etappen sind sehr kurz, da wir die Gewitter und Regengüsse wenn möglich unter einem Vordach/Baum/Busch aussitzen.

Die Schweiz macht es uns insgesamt dieses mal sehr schwer. Nicht nur, dass es permanent schüttet, wir wandern auch durch mehrere heftige Unwetter. Das “Highlight” ist ein Gewittersturm, der uns mit Hagel oben auf dem Höhengrat voll erwischt – weniger als 1 Kilometer vor der schützenden Hütte. Der Hagel ist so heftig, dass wir nur schnell in die Hocke gehen und das Schlimmste mit dem Rucksack abwehren müssen. Die blauen Flecken an den ungeschützten Stellen haben wir auch heute noch…

In Frankreich wird das Wetter zwar nicht besser, aber immerhin gibt es nun einige Schutzhütten (Refuges) am Wanderweg. Bei diesem Wetter nutzen wir diese sehr gern!

Der Abschluss der Schweiz war am Ende für uns aber noch sehr versöhnlich. Zuerst werden wir unverhofft von Rachel und David eingeladen. Wir verbringen dort einen netten Abend mit den Beiden, ihren Freunden und riesigen Bernhardinern. 🙂 Wir kommen sogar in den Genuss von einem echten Schweizer Raclette. David zelebriert das Raclette mit einem riesigen Laib Käse über dem Holzfeuer! Am nächsten Tag erhalten wir abends als weitere “Entschädigung” von der Schweiz einen traumhaften Zeltplatz mit Superblick auf das Mont Blanc Massiv – sicherlich einer der schönsten Ausblicke auf der gesamten Tour.

Seitdem wir in der französischen Schweiz sind, muss Thilo die Kommunikation übernehmen und sein verblichenes Schulfranzösisch auffrischen (Arthur est une perroquet!). Ist die Kommunikation bei uns sonst Frauensache, müssen wir uns etwas umstellen. 😉

Die letzten drei Wandertage bringen uns endlich Sommerwetter und wir sind sehr gut eingewandert. Es macht großen Spaß und nur aus Vernunft machen wir heute einen Ruhetag. Thilo darf das erste Mal nach Herzenslust einen französischen Supermarkt plündern – mal sehen, ob wir das Essen heute komplett schaffen…

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